NEWS | AUCTIONS | SERVICE | ABOUT US 

 AUCTIONS

  Information

  Explanations

  Terms and Conditions

  Consignor Contract

  Newsletter


  CURRENT AUCTION

  Browse catalog XLV

  Catalog eBook


  LIVE BIDDING

  Explainations



  CUSTOMER AREA

  Login

  Free registration


  PREVIOUS CATALOGS

  Browse catalog XLIV

  Browse catalog XLIII

  Browse catalog XLII

  Browse catalog XLI

  Browse catalog XL

  Browse catalog XXXIX

  Browse catalog XXXVIII

  Browse catalog XXXVII

  Browse catalog XXXVI

  Browse catalog XXXV

  Browse catalog XXXIV

  Browse catalog XXXIII

  Browse catalog XXXII

  Browse catalog XXXI

  Browse catalog XXX

  Browse catalog XXIX

  Browse catalog XXVIII

  Browse catalog XXVII

  Browse catalog XXVI

  Browse catalog XXV

  Browse catalog XXIV

  Browse catalog XXIII

  Browse catalog XXII

  Browse catalog XXI

  Browse catalog XX

  Browse catalog XIX

Lot details  

Here you find the details to this lot.
You have more options if you are registered.




 Previous lotBackNext lot 
Lot:1012 (Germany till 1945)
Title:Fridericus-Verlag Friedrich C. Holtz
Details:6 % Freiheits-Anleihe 100 RM 15.8.1932 (Auflage 300, R 10).
Starting
price:
360,00 EUR
Issuing-
date:
15.08.1932
Issuing-
place:
Berlin
Picture:Fridericus-Verlag Friedrich C. Holtz
Number:20
Info:Der ‚Arbeiter der Stirn' F.C. Holtz, der nach seinem Kolonialeinsatz (1901 in Tsientsin - mit Teilnahme an der Niederschlagung des Boxeraufstandes 1905) kriegsuntauglich bei Beginn des I. Weltkriges war, meldete sich freiwillig an die Front gegen Frankreich und wurde als Militärjournalist der mobilen Zeitung Schützengraben eingesetzt. Ende 1918 kehrte er in seine Vaterstadt Hamburg zurück, mußte die Folgen der Revolution ertragen - und rebellierte aufgrund seiner Erziehung und seiner antidemokratischen und antisemtischen Gesinnung gegen den ‚Aufstand des Pöbels'. Die Revolution der Kieler Matrosen und Hamburger linksradikaler Arbeiter war ihm ein Dorn im Auge. Am 14. Dezember 1918 erschien bereits die erste Ausgabe seiner »politischen Kampfschrift« - die Hamburger Warte als Wochenzeitung im kleinen Format mit 4 Seiten Umfang und einer Druckauflage von 3.000 Exemplaren. Schnell wurde F.C. Holtz zum »bestgehassten Journalisten der Hamburger Nachkriegszeit« (Sembritzki). In der dritten Ausgabe des 2. Jahrganges (Nr. 11 vom Mittwoch, dem 12. März 1919) rechnet er mit dem Hamburger »Diktator Laufenberg« ab - seine berühmt-berüchtigte Anklageschrift gegen den Vorsitzenden des A.-u.-S.-Rates. Vier Tage vor den Bürgerschaftswahlen vom 16. März verhilft er mit dieser Sonderausgabe der SPD zur absoluten Mehrheit mit 50,5 %. Die Auflage liegt bereits bei 41 000 Exemplaren und steigt bis zum Sommer 1919 auf 50.000. Holtz ist seit 1919 Vorsitzender des Deutschen Bismarckbund (seit 1920 Bismarck-Jugend), der DNVP-eigenen paramilitärischen Organisation, die als Saalschutz straff militärisch organisiert war. »Am 23. Januar 1921 verprügelt der Jung-Bismarckbund« bei einer Saalschlacht »etwa 200 Radaumacher, die eine vaterländische Kundgebung des Bundes im Conventgarten störten« (Aus meiner gelben Mappe, 1921). Nach dem Kapp-Putsch 1920 steigt die Auflage auf 70.000 und Ende 1921 soll sie bereits 80.000 Stück betragen haben. In weiser Voraussicht vor einem weiteren Verbot seiner Hetzpostille gründet Holtz Anfang 1922 schnell noch eine zweite »vaterländische Wochenschrift« - die Deutsche Fackel in Berlin als Nebenzeitung der Warte. Im Juni 1922 erfolgt dann aufgrund des Republikschutzgesetzes ein sechsmonatiges Verbot durch die SPD-Regierung in Hamburg. Grund war Holtz' Hetzartikel zum Rathenau-Mord. Die Hamburger Warte (letzte Ausgabe Nr. 26 vom 24.6.1922) und das Hamburger Tageblatt werden verboten, ebenso die parteikommunistische Hamburger Volkszeitung und auch der Alarm. Verbotsgrund ist der § 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand: »Im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung« werden zwanzig rechtsradikale und völkische Organisationen und Zeitungen verboten. F.C. Holtz entzog sich kurzerhand dem Publikationsverbot und flüchtete nach München. Dort gibt er ab der Nummer 22/1922 [Juni] eine neue Wochenzeitung heraus - den Fridericus (Spitzname des preußischen Königs Friedrich II., der Alte Fritz, 1712-1786). Dies ist die Fortführung der Hamburger Warte mit Schützenhilfe der München-Augsburger Abendzeitung, die ihm die erste Ausgabe auf Kredit druckt. Zur Tarnung fingiert eine Frau Dr. Edith Vasek als Verlegerin (die er kurzerhand zu Dr. E. Vasek macht), er selbst schreibt unter Pseudonymen weiter wie bisher und läßt das neue Blättchen kofferweise nach Hamburg »durch Freunde« transportieren. Im Oktober ist er jedoch (natürlich erneut »völlig mittellos und pleite«) wieder in Hamburg. Im Dezember geht im Fridericus der seit Juli erscheinende Sachsen-Spiegel, Dresden und auch Am Stachus, München, auf. Ende 1922 löst er den Verlag Hamburger Warte G.m.b.H. auf und siedelt nach Berlin um. Ab Anfang 1923 erfolgt die Zusammenlegung mit seiner dortigen Zeitung Deutschen Fackel, Verlag Fridericus F.C. Holtz. Anfang Oktober 1929 war Holtz in Hamburg an der Begründung der Gewerkschaft Deutsche Hilfe beteiligt, damit »den Gewerkschaften der Roten die Spitze geboten werde(n)«. Daneben gab es in den Räumen des Fridericus in der Fridrichstraße 100 in Berlin noch den Bund Deutsche Hilfe. Ziel von Holtz war es, den immer weiter »verelenden« bürgerlichen Mittelstand« von der »politischen Wirtschaftsknebelung« zu bewahren und ihn zum Widerstand aufzufordern und seinem Antisemitismus zu frönen. Holtz bleibt seiner deutschvölkischen und antisemitischen Tradition treu. Zwar verkauft er 1929 den Titel Hamburger Warte nicht an die Hamburger NSDAP (sie nannte ihre neue Zeitung deswegen Hansische Warte), denn er hatte bereits eine feste Rubrik Hamburger Warte in seiner reichsweit vertriebenen Wochenschrift Fridericus. F.C. Holtz veröffentlichte in seinem Todesjahr 1939 in Berlin noch ein weiteres Buch Nacht der Nationen. Seine Zeitung ‚erfreute' sich bis zur Einstellung mit der Ausgabe 11 im Jahre 1943 (Papiermangel) noch eines längeren Lebens.
Specials:Die ganze Anleihe ist ein einziges Bild mit Landschaftszeichnungen und zwei sich die Hände reichenden jungen Männern. Signiert von H. Rothgaengel.
Availability:Nicht katalogisiert, Einzelstück aus der Sammlung Wilfried Wagner. (R 10)
Condition:EF-VF
Sold:unsold
 Previous lotBackNext lot 

All bonds and shares images are taken from our database. That is why it can
happen that we have taken the image from our archive. The number of each
piece to be sold of during the auction can vary from the picture.

 

Share Spotlight:
Braunschweiger Walzwerk
Braunschweiger Walzwerk
Show Share
Show Auction
Order catalog

Next auctions:
May, 30 2026:
XLV. Auction Hanseatisches Sammlerkontor
July, 9 2026:
54. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
September, 26 2026:
130. Auction Freunde Historischer Wertpapiere
November, 5 2026:
55. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
January, 14 2027:
56. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH

Latest News:
June, 9 2025:
XLIV. HSK-Auction - results now online!
June, 3 2025:
XLIV. HSK-Auction for stocks and bonds - Only 3 days left for online bidding!
April, 18 2025:
44. HSK-Auction on June 7, 2025 // 1526 lots - starting price over 400,000 Euro // Catalog already online!
June, 2 2024:
XLIII. HSK-Auction - results now online!
May, 28 2024:
XLIII. HSK-Auction for stocks and bonds - Only 3 days left for online bidding!

© 2026 Hanseatisches Sammlerkontor für Historische Wertpapiere - All rights reserved - Imprint | Data Protection - T: +49 (0)5331 / 9755 33 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@historische-wertpapiere.de