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| Previous lot | Back | Next lot | | Lot: | 269 (Europe/Asia/Africa/Australia) | | Title: | Banque Particulière | | Details: | Action 5.000 Florins de Change 4.7.1784 (R 12). | Starting price: | 4.400,00 EUR | Issuing- date: | 04.07.1784 | Issuing- place: | Brüssel | | Picture: |  | | Number: | 241 | | Info: | Eine der frühesten modernen Privatbanken in den Österreichischen Niederlanden, gegründet 1782 in Ostende unter der Leitung des britisch-protestantischen Kaufmanns Guillaume Herries, um Wechsel- und Kreditgeschäfte für den überseeorientierten Handel zu bündeln. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich das Institut zu einem regionalen Finanzzentrum mit Filialen in Ostende, Brügge und Brüssel. Die Bank wurde zunächst durch Guillaume Herries per Kontrakt vom 15.4.1782 in Ostende eröffnet wurde, wobei ein erstes Kapital in Form von Aktieneinlagen bereitgestellt und später, durch Vertragserweiterung vom 20.2.1784, in eine breiter kapitalisierte Kommanditgesellschaft umgewandelt wurde. Das ursprüngliche Startkapital belief sich auf 500.000 Gulden (Florins de Change). Aufgrund der positiven Resonanz und des Geschäftserfolgs wurde bereits am 13.5.1783 die Erhöhung auf 1.000.000 Gulden beschlossen. Eine weitere Expansion führte am 16.6.1783 schließlich zu einem Gesamtkapital von 2.000.000 Gulden. Zur Finanzierung dieses Kapitals wurden insgesamt 400 Aktien à 5.000 Gulden ausgegeben. Die Gesellschaft sollte nach Artikel I auf eine Dauer von fünfundzwanzig aufeinanderfolgenden Jahren angelegt sein, gerechnet vom 15. April 1781/1782 an, und konnte bei ausbleibender Verlängerung nach Ablauf dieser Frist liquidiert werden, wobei die Aktionäre entsprechend ihrer Beteiligung am Kapital entschädigt wurden. Die Banque Particulière entstand in einer Phase intensiver wirtschaftlicher Neuorientierung der Österreichischen Niederlande, die im Schatten der britisch-französischen Konflikte des späten 18. Jahrhunderts standen und vom überseeischen Handel über Ostende und andere Häfen profitierten. Herries und seine Partner nutzten die Öffnung gegenüber protestantischen Kaufleuten, um mit einer modernen Bankinstitution Wechsel- und Kreditgeschäfte zu zentralisieren, insbesondere zur Finanzierung von Seehandel, Versicherungsunternehmen und staatlich beeinflussten Unternehmungen. Bereits 1784 war das Kapital, wie eine lokale Studie hervorhebt, verdoppelt, und die Bank unterhielt mehrere Büros - mindestens in Ostende und Brüssel, die in enger Verbindung zu internationalen Finanznetzen, vor allem nach London, standen. In den politischen Turbulenzen der 1780er Jahre - insbesondere der Brabanter Revolution von 1789 und der anschließenden französischen Okkupation - gerieten die Österreichischen Niederlande und damit auch die Banque Particulière in ein unsicheres Umfeld, das langfristig zur Umstrukturierung und teilweise Auflösung älterer Bankhäuser führte. In der Fachliteratur wird die Bank gleichwohl als Wegbereiter eines modernen Privatbankwesens in Belgien interpretiert, das durch internationale Kapitalverflechtungen, die Nutzung von Aktienkapital und eine vergleichsweise ausgearbeitete Corporate Governance (mit klaren Statuten, Generalversammlungen und Kontrollmechanismen) gekennzeichnet war. | | Specials: | Druck auf Büttenpapier mit Wasserzeichen, mit anhängenden Statuten. Eingetragen auf Monsieur Charles Piers de Walle aus Gent. Zwei Originalsignaturen der "Directeurs Principaux": Links findet sich die Signatur "E. de Walckiers" - dies ist der Brüsseler Finanzier und Viscount Édouard de Walckiers, der im späten 18. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Bankiers und Staatsfinanzierer der Österreichischen Niederlande gilt. Rechts ist die Unterschrift von Guillaume Herries, einem aus dem britischen Handels? und Bankhaus Herries & Co. hervorgegangenen Kaufmann, der sich in Ostende und Brüssel niederließ und neben der Banque Particulière auch die "Compagnie d'assurance de la Flandre autrichienne" und weitere Finanzgesellschaften gründete. Die handschriftlichen Nachträge unterhalb der Siegel dokumentieren spätere Einzahlungen und Kapitalbewegungen des Aktionärs und bestätigen die fortlaufende Nutzung des Zertifikats als Rechtsnachweis über die geleisteten Einlagen. | | Availability: | Rarität aus Sammlung Werner Deichmann zur Dokumentation der Finanzgeschichte der Österreichischen Niederlande, MUSEAL. (R 12) | | Condition: | VF+ | | Sold: | unsold |
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 | May, 30 2026: XLV. Auction Hanseatisches Sammlerkontor |  | July, 9 2026: 54. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH |  | September, 26 2026: 130. Auction Freunde Historischer Wertpapiere |  | November, 5 2026: 55. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH |  | January, 14 2027: 56. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH |
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 | June, 9 2025: XLIV. HSK-Auction - results now online! |  | June, 3 2025: XLIV. HSK-Auction for stocks and bonds - Only 3 days left for online bidding! |  | April, 18 2025: 44. HSK-Auction on June 7, 2025 // 1526 lots - starting price over 400,000 Euro // Catalog already online! |  | June, 2 2024: XLIII. HSK-Auction - results now online! |  | May, 28 2024: XLIII. HSK-Auction for stocks and bonds - Only 3 days left for online bidding! |
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