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Losnr.:424 (Europa/Asien/Afrika/Australien)
Titel:S.A. des Mines et Fonderies de Zinc de LA VIEILLE-MONTAGNE
Auflistung:1/10 Action zu 1.000 Francs 26.4.1924.
Ausruf:150,00 EUR
Ausgabe-
datum:
26.04.1924
Ausgabe-
ort:
Liége
Abbildung:S.A. des Mines et Fonderies de Zinc de LA VIEILLE-MONTAGNE
Stücknr.:134406
Info:Seit dem frühen Mittelalter wurde im äußersten Westen des Gebietes der damals Freien Reichsstadt Aachen Galmei abgebaut (eine Erzmischung aus Zinkkarbonat und Zinksilikat). Die Vorkommen waren so bedeutsam, dass es unter den Grenznachbarn immer wieder zu Streitigkeiten kam, wer den Altenberg (Vieille Montagne) ausbeuten dürfe. Nachweislich wurde die Grube dann ab dem späten 14. Jh. auf Rechnung der Freien Reichsstadt Aachen betrieben, doch auch die Bewohner der anliegenden Dörfer aus dem (damals noch niederländischen) Herzogtum Limburg hatten das Recht, den begehrten Rohstoff zu beziehen. 1439 kam Philipp der Gute von Burgund, zugleich Herzog von Limburg, zu einer Wallfahrt nach Aachen. Auf der Heimreise annektierte er kurzerhand den Gebietsstreifen, auf dem die Grube am Altenberg lag, womit diese französisch wurde. 1806 erteilten die napoleonischen Behörden dem Jean-Jaques Dony das Recht, die Zinkvorkommen am Altenberg auszubeuten, nachdem dieser einen neuen Verhüttungsprozess entwickelt hatte. Nach dem Sturz Napoleons wurden die Karten auf dem Wiener Kongreß neu gemischt, doch über die Galmeigruben am Altenberg konnte man sich nicht einigen. So entstand 1816 ein überaus merkwürdiges Gebilde, das bis nach dem 1. Weltkrieg Bestand haben sollte (der Versailler Vertrag sprach später ab dem Jahr 1920 Belgien das heutige Kelmis zu, 1938-44 war es dann, wieder unter dem Namen Moresnet, noch einmal deutsch): Der Aachener Vertrag von 1816 schuf das keinem Staat angehörende Neutral-Moresnet. Die Gemeinde Moresnet wurde dabei in drei Bezirke geteilt, der eine ging an Preußen, der zweite an Holland (in die Ansprüche trat 1830 das gerade selbständig gewordene Belgien ein), der dritte zwischen den beiden anderen liegende, wo auch die Bergwerke lagen, gehörte keinem der beiden Staaten, weil beide darauf dieselben Ansprüche erheben konnten. Sowohl Preußen wie auch Belgien waren in ihren jeweiligen Bezirken von Moresnet durch einen Kommissar vertreten, die Bürger von Neutral-Moresnet (davon 43 % Preußen und 32 % Belgier) wählten ihren Bürgermeister und eine Gemeindevertretung, die die gleichen Rechte wie die Kommissare in den beiden anderen Bezirken hatte. Die Bürger von Neutral-Moresnet waren weder in Preußen noch in Belgien militärdienstpflichtig, und Klagen vor Gericht konnten sie nach eigener Wahl in Aachen oder Verviers anhängig machen. 1837 gründete der aus Brüssel stammende Pariser Bankier François-Dominique Mosselman (1754-1840) die "S.A. des Mines et Fonderies de Zinc de la Vieille Montagne" (deutsch: "Aktiengesellschaft der Zinkminen und -gießereien vom Alten Berg"). Der juristische Sitz im nunmehr belgischen Liege unterstrich die Gebietsansprüche, die das erst 1830 selbständig gewordene Belgien auch auf die neutrale Zone von Moresnet erhob. Zuletzt förderten am Altenberg etwa 300 Bergarbeiter rd. 30.000 t Roherz jährlich, woraus etwa 8.500 t Rohzink erschmolzen wurden. Um 1880 gingen die Vorkommen zu Ende und nur die Aufarbeitung der Jahrhunderte alten Abraumhalden rechnete sich noch. Die „Vieille Montagne“ hatte sich jedoch rechtzeitig Konzessionen in den umliegenden Gemeinden des Kreises Eupen gesichert, wo umfangreiche Galmeivorkommen vermutet wurden. Die neuen Gruben konnten dann tatsächlich sowohl in der Menge wie auch in der Qualität die erschöpften Lager im Neutralen Gebiet am Altenberg ersetzen. De facto wurde die „Vieille Montagne“ damit ein auf preußischem Gebiet tätiges deutsches Unternehmen, das im Kreis Eupen Gruben und Aufbereitungsanlagen in den Orten Preußisch-Moresnet, Hergenrath, Hauset, Walhorn und Lontzen betrieb. Eine weitere Zinkmine, die bis heute in Betrieb ist, eröffnete „Vieille Montagne“ im schwedischen Zinkgruvan. Zur Verschiffung des Zinkerzes aus Schweden betrieb die „Vieille Montagne“ den Hafen Ammeberg. 1896 ging die VM auch nach Großbritannien und eröffnete in der entlegenen Ortschaft Nenthead in den Pennine Hills von Cumbria eine weitere Zinkmine (diese Aktivitäten wurden erst 1949 verkauft). Schließlich pachtete die VM die Zinkminen bei Bentaillou in den französischen Pyrenäen (auch diese Aktivität wurde bis nach dem 2. Weltkrieg fortgeführt). Der Name VM, zuletzt der älteste und größte Zinkproduzent der Welt, wurde schließlich ein Synonym für Zinkoxyd und gewalztes Zinkblech vor allem für Anwendungen im Baubereich. 1989 wurde „Vieille Montagne“ in die belgische „Union Minière“ verschmolzen, aus der 2003 der noch heute bestehende Metallkonzern Umicore wurde. Die Zinkblechproduktion wird von Umicore bis heute unter der Marke VMZinc fortgeführt.
Besonder-heiten:Schöne Umrahmung mit drei Vignetten von der Zinkgewinnung und -verarbeitung.
Verfügbar:Unentwertet.
Erhaltung:VF
Zuschlag:150,00 EUR
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