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Losnr.:971 (Deutschland bis 1945)
Titel:Gebr. Niendorf Pianofortefabrik AG
Auflistung:Aktie 1.000 Mark 19.7.1922 (Auflage 7000, R 9)
Ausruf:75,00 EUR
Ausgabe-
datum:
19.07.1922
Ausgabe-
ort:
Luckenwalde
Abbildung:Gebr. Niendorf Pianofortefabrik AG
Stücknr.:1420
Info:Gründung Ende 1921 in Potsdam als Musikinstrumenten-AG, im März 1922 Umfirmierung wie oben und Sitzverlegung nach Luckenwalde (Treuenbrietzener Str. 78). In der Weltwirtschaftskrise suchen etliche Klavierhersteller ihr Heil in einer Großfusion: Mit der Gebr. Niendorf Pianofortefabrik AG als aufnehmender Gesellschaft fusionieren Ende 1929 die Firmen Zeitter & Winkelmann, Braunschweig; Richard Goetze KG, Berlin; Wilhelm Schimmel, Leipzig; Ritmüller & Sohn, Göttingen; Ernst Rosenkranz, Dresden; Rheinische Pianofortefabrik AG vorm. D. Mand, Koblenz. Damit waren rd. 10 % der damals noch völlig zersplitterten deutschen Pianoproduktion vereint. Anschließend umfirmiert in Deutsche Pianowerke AG und Sitzverlegung nach Braunschweig. Fortgeführt wurden lediglich die Betriebe von Zeitter & Winkelmann in Braunschweig (Fabrikate der teueren Preisklassen, heute Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH) und Gebr. Niendorf in Luckenwalde (Marken der billigeren Preisklassen). Treibende Kraft bei der Fusion waren die Klavierfabrikanten Wilhelm Schimmel sen. in Leipzig und Wilhelm Schimmel jun. in Braunschweig, die anschließend in Aufsichtsrat bzw. Vorstand der Deutsche Pianowerke AG einzogen. Gut 7 Monate nach der Fusion stellte diese aber schon die Zahlungen ein und ging Ende 1930 in Liquidation (im HR gelöscht 1934). Die Braunschweiger Fabrik blieb unter der Leitung von Wilhelm Schimmel erhalten und entwickelte sich bis Ende der 1950er Jahre zur meistverkauften Pianomarke aus deutscher Produktion. In den 1970er Jahren kompletter Neubau des Werkes, mit Instrumenten wie einem gläsernen Flügel für Udo Jürgens macht Schimmel Furore. 2006 übernimmt die 4. Generation - 2009 insolvent. Aber das gab’s 1930 ja schon mal ...
Besonder-heiten:Großes Querformat, grafisch interessante Gestaltung mit ockerfarbenem Wellenunterdruck und breiter geometrisch gestalteter Bordüre. Lochentwertet (RB).
Verfügbar:Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Rückseitig minimale Bräunungen. (R 9)
Erhaltung:VF
Zuschlag:offen
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