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Losnr.:665 (Hamburg)
Titel:H. C. Meyer jr. KGaA
Auflistung:Aktie 1.000 Mark 2.7.1898. Gründeraktie (Auflage 2000, R 10).
Ausruf:1.000,00 EUR
Ausgabe-
datum:
02.07.1898
Ausgabe-
ort:
Hamburg
Abbildung:H. C. Meyer jr. KGaA
Stücknr.:1569
Info:Die Wurzeln der Firma gehen auf eine 1818 von Heinrich Christian Meyer errichtete Werkstatt zurück. Diese wurde 1898 in eine KGaA und 1921 in eine AG umgewandelt. Der 1797 geborene Heinrich Christian Meyer gilt als der erste Großindustrielle Hamburgs. Im Laufe von nur zwei Jahrzehnten war es ihm gelungen, aus einer winzigen Werkstatt für Spazierstöcke eine, für damalige Verhältnisse, große und moderne Fabrik zu machen, in der zum ersten Mal in der Geschichte der Freien und Hansestadt die Dampfmaschine industriell zum Einsatz kam. Die Firma stellte später Rohre, Stöcke und Fischbein her. Letzteres war vergleichbar mit Hartgummi. Neben der Fischbein- und der Stuhlrohrproduktion konzentrierte man sich auf der Spazierstockfabrikation. Die Stockknäufe wurden in der Regel aus Elfenbein geschnitzt. Daraus ließen sich aber auch Artikel wie Billardkugeln, Messerhefte und vieles andere mehr herstellen. Und so verwundert es nicht, dass die Angebotspalette sich immer weiter ausdehnte und die Firma in der zweiten Jahrhunderthälfte schon den 1 000. Mitarbeiter einstellen konnte.In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekam die Firma mächtig Konkurrenz von Charles Goodyear. Heinrich Adolph Meyer (Sohn von H. C. Meyer und Vater von H. C. Meyer jr.) war nicht nur ein erfolgreicher Fabrikant, er war auch politisch tätig und gehörte 1848/49 der Verfassungsgebenden Versammlung für Hamburg an. Als der Amerikaner Charles Goodyear 1850 ein Patent zur Herstellung von Hartgummi angemeldet hatte, befürchtete man, dass dieses neue Produkt eine erhebliche Konkurrenz für das herkömmliche Fischbein sein könnte. Bei H. C. Meyer jr. befürchtete man nun, dass dieses neue Produkt in kürzester Zeit alle Fischbeinartikel vom Markt verdrängen könnte (unter „Fischbein“ versteht man die Barten der Bartenwale, aus denen z. B. Korsettstäbchen gewonnen wurden). Aus diesem Grunde erwarb man 1851 das Goodyearsche Patent und stellte damit im eigenen Labor Experimente an. Zwar erkannte man schon bald, dass die Befürchtungen grundlos waren, aber man sah auch, dass sich aus Hartgummi hervorragend Kämme produzieren ließen. Und so entstand in kurzer Zeit ein neues Produkt, für das man 1856 eine eigene Fabrik auf der anderen Elbseite in Harburg errichtete und den Namen „Harburger Gummi-Kamm-Compagnie“ verlieh. In den 60er Jahren des 19. Jahrhundert erlebte die Möbelproduktion im österreichischen Raum einen gewaltigen Aufschwung. Zu dieser Zeit waren Stühle aus Buchenholz und Rattan (z. B. der Wiener Caféhausstuhl der Firma Thonet mit einer Sitzfläche aus Stuhlrohr) besonders beliebt. Von dieser Entwicklung profitierte auch die Firma H. C. Meyer jr., die nun im Laufe weniger Jahre zur größten Stuhlrohrfabrik der Welt aufsteigen und Niederlassungen in Süd-Ost-Asien unterhalten sollte. Im Jahre 1864 löste sich Heinrich Adolph Meyer, der älteste Sohn des Gründers, aus der gemeinsam mit dem Bruder und dem Schwager betriebenen Firma und machte sich mit der Elfenbein- und der sogenannten Rohproduktenbranche unter dem Namen Heinrich Adolph Meyer in Hamburg-Barmbek selbständig. Nur wenige Jahre später, 1873, kam es zu einer weiteren Trennung: Die Söhne des alten Traun, Dr. Heinrich Traun und Friedrich Traun, übernahmen die Harburger Gummi-Kamm-Compagnie und schieden ebenfalls aus der Firma aus. Der alte Traun hingegen trat 1870 in den Ruhestand und überließ die Leitung seinem Schwager. Der alleinige Inhaber der Firma war nun Heinrich Christian Meyer, der die Lösung der anderen Produktionszweige vor allem deshalb gut verkraften konnte, weil die in der Firma verbliebenen Produkte, wie z.B. die Spazierstock- und die Fischbeinverarbeitung, aber auch die Stuhlrohrbranche, gerade einen enormen Aufschwung erlebten. So wuchsen die Nettogewinne aus der Rohrverarbeitung im Zeitraum von 1864 bis 1873 von 4 677 Bankomark auf 245 667 Bancomark an. Um dem weiterhin expandierenden Unternehmen ein kräftiges Fundament zu verleihen hatte Meyer 1882 ein finanzstarkes Konsortium in seine Firma geholt, das im gleichen Jahr die Leitung des Unternehmens übernahm, das nun für eine kurze Zeit kein reiner Familienbetrieb mehr sein sollte. Nachdem der 1882 geschlossene „Societätsvertrag“ 1891 ausgelaufen war, übernahm der erst 24-jährige Heinrich Christian Meyer gemeinsam mit Otto Mühry (bis 1906) die Leitung der Firma. Die Beiden gründeten zunächst eine Kommanditgesellschaft, die wenig später in eine „KG auf Actien“ umgewandelt wurde. Nach der Abtrennung der Hartgummibranche von der Mutterfirma, bekam das Rohrgeschäft eine immer größere Bedeutung für H. C. Meyer jr. Und da die Verarbeitungsweise immer raffinierter und aufwändiger wurde, konnte man nun neue, bisher ungenutzte Fabrikate produzieren, für die es schnell einen florierenden Absatzmarkt gab. Man fand aber nicht nur im maschinellen Bereich raffinierte Verarbeitungsweisen, sondern entwickelte auch neue chemische Verfahren, so z.B. zur Entharzung des sogenannten schmierigen Rohres. In den Jahren 1895/96 erwarb die Firma ausgedehnte Grundstücke in Singapore und errichtete dort große Anlagen zum Waschen, Schwefeln, Sortieren und Bündeln des Rohres. Auch in New-York besaß sie ein Tochterunternehmen, das die in Harburg produzierten Halbfabrikate endgültig weiter verarbeitete. Aufgrund ihrer internationalen Abhängigkeit wurde die Firma durch den Handelsboykott während des Ersten Weltkriegs schwer in Mitleidenschaft gezogen. So musste sie nun auf die Stuhlrohrlieferungen aus Asien verzichten. Zunächst konnten zwar die vorhandenen Lagerbestände aufgearbeitet werden, doch musste man sich schnell Gedanken über ein möglichst gleichwertiges Ersatzprodukt machen. Und dieses Produkt fand man im Weidenrohr. Zugegeben: die Weidenrohrflechterei war nichts neues, doch zeigte es sich, dass mit wenigen Modifikationen das heimische Rohr auf den alten Stuhlrohrmaschinen verarbeitet werden konnte. Aus diesem Grunde wurden eigene Plantagen für Weidenrohr in Schwinde an der Unterelbe errichtet. Für das Geschäft sollte sich diese Entscheidung schon bald lohnen, da das Militär Geschosskörbe benötigte, die aus geschältem Weidenrohr hervorragend angefertigt werden konnten. Obwohl nun die klassischen Produkte der Firma, also die Spazierstockproduktion ebenso wie die Fischbeinverarbeitung und, wie dargestellt, die Stuhlrohrfabrikation, während der Kriegsjahre gänzlich danieder lagen, konnte die Firma dennoch schwarze Zahlen schreiben.
Besonder-heiten:Auf der Aktie hat Heinrich Christian Meyer jr. - der Enkel von Heinrich Christian Meyer (1797-1848) - in Faksimile in seiner Funktion als persönlich haftender Gesellschafter signiert. Paul Pickenpack, der für den Aufsichtsrat im Faksimile signiert hat, war hanseatischer Konsul in Siam.
Verfügbar:Rarität. (R 10)
Erhaltung:EF.
Zuschlag:offen
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