AKTUELLES | AUKTIONEN | SERVICE | ÜBER UNS 

 AUKTIONEN

  Informationen

  Vorwort

  Erläuterungen

  Auktionsbedingungen

  Einlieferungsvertrag

  Newsletter


  AKTUELLE AUKTION

  Nachverkauf und
  Ergebnisliste


  Katalog zum Blättern


  KUNDENBEREICH

  Anmelden

  Kostenlos registrieren


  FRÜHERE AUKTIONEN

  HSK-Auktion XXXVIII

  HSK-Auktion XXXVII

  HSK-Auktion XXXVI

  HSK-Auktion XXXV

  HSK-Auktion XXXIV

  HSK-Auktion XXXIII

  HSK-Auktion XXXII

  HSK-Auktion XXXI

  HSK-Auktion XXX

  HSK-Auktion XXIX

  HSK-Auktion XXVIII

  HSK-Auktion XXVII

  HSK-Auktion XXVI

  HSK-Auktion XXV

  HSK-Auktion XXIV

  HSK-Auktion XXIII

  HSK-Auktion XXII

  HSK-Auktion XXI

  HSK-Auktion XX

  HSK-Auktion XIX

  HSK-Auktion XVIII

  HSK-Auktion XVII

  HSK-Auktion XVI

Los Details  

Hier finden Sie die Details zu diesem Los.
Weitere Optionen haben Sie, wenn Sie angemeldet sind.




 Vorheriges LosZurückNächstes Los 
Losnr.:1362 (Varia und Konvolute)
Titel:Versicherungs-Gesellschaft "Jakor"
Auflistung:Police 2.483 Rbl. 29.7.1914.
Ausruf:90,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.01.1911
Ausgabe-
ort:
Riga
Abbildung:Versicherungs-Gesellschaft "Jakor"
Stücknr.:137733
Info:Gegründet 1872 auf Initiative des Moskauer deutschen Kaufmanns Maxmilian von Wogau gegründet. Wogau war 1827 nach Russland ausgewandert und hatte der sich 1840 im internationalen Tee-, Chemikalien- und Kupferhandel selbständig gemacht. Er baute sich Mitte des 19. Jahrhunderts ein beachtliches Firmenkonglomerat zusammen, zu dem mehr als ein Dutzend russische Aktiengesellschaften gehörten. Bedeutsam für die Entwicklung der russischen Wirtschaft sollten Wogau's Anstrengungen für die Gründung von Banken und Versicherungsen sein. Bis 1860 gab es in Russland neben staatliche Kreditinstituen nur mittelständische Privatbankiers. Russland war auf dem Sprung vom Agrarstaat zum Industriestaat und Wogau erkannte, dass die Finanzierung der aufstrebenden russischen Industrie nur von großen Aktienbanken bewerkstelligt werden könne. So trat er Anfang der 1860er Jahre als Gründer der Russischen Bank für auswärtigen Handel, der Rigaer Commerzbank und anderer Banken auf. Darüberhinaus erkannte Wogau, dass Russland nicht nur Feuer- und Lebensversicherungen brauchte (die erste Feuerversicherungs-Aktiengesellschaft - den Sammlern gut bekannt - war schon 1827 gegründet worden). Wogau und alle anderen russischen Industriellen brauchten Versicherungsgesellschaften, die sich professionell auf die Absicherung von Risiken aus der industriellen Produktion und Handels- und Exportgeschäften, wie Transport und Lagerung, Kreditausfall etc. spezialisierten. So initiierte Wogau 1872 die Gründung der Moskauer Versicherungsgesellschaft "Jakor". Die Gesellschaft "Jakor" war ganz besonders ausgerichtet auf die Absicherung von Geschäften des internationalen, grenzüberschreitenden Güterverkehrs sowie die Versicherung in der Fluß- und Seeschifffahrt. Wogau versammelte zur Gründung der Gesellschaft "Jakor" 1872 die "Crème de la Crème" der Moskauer Geschäftswelt als Gründungskonsortium um sich: das deutsche Privat-Bankhaus von J.W. Junker & Co., die Moskauer Textilfabrikanten Wassilij Jakuntschikow, Kosma Soldatenkow, Timofej Morosow, die Gebrüder Krestownikow, den Teehändler Peter Botkin, den berühmten Moskauer Schokoladenfabrikanten Abrikossow, den französische Industriellen André Catoire sowie den Schweizer Kaufmann Karl Risch. Die Namen der beiden zuletzt genannten finden sich als zweite und dritte Unterschrift auf der Aktie von 1913 wieder. Auch der Moskauer erbliche Ehrenbürger Nikolaj Sorokin und Leon Spies aus der mit Wogau verschwägerten Kaufmannsfamilie Spies gehörte ebenfalls zum Vorstand; sie haben die beiden unteren Unterschriften auf der Aktie geleistet. Ein geschäftsführender Associés der Firma Wogau & Co. war immer Vorstandsvorsitzende der Assekuranz "Jakor", der Associé Conrad Bansa war es bis zu seinem Tod 1901, danach sein Stiefsohn Rudolf Hermann; dieser hat die Aktie von 1913 als Vorstandsvorsitzender unterschrieben. Die Gesellschaft "Jakor" behielt immer ihr ursprüngliches Gründungskapital von 2.500.000 Rubel bei, auch wenn die Gesellschaft bis 1914 ungefähr 20.000.000 Rubel an Rücklagen erwirtschaftet hatte. Die Aktien der Gesellschaft Jakor wurden ausschließlich in Moskau gehandelt, doch Börsenumsätze mit ihnen gab es selten, sie waren alle in festen Händen. Jakor war in den größten Industrie- und Handelsmetropolen Russlands mit eigenen Niederlassungen präsent, wie in St. Petersburg, Warschau, Ekaterinburg, Odessa, Kiew u.a. Jakor gehörte am Ende zu den 10 größten Versicherungen des russischen Kaiserreiches. Nach der russichen Oktoberrevolution wurde die Gesellschaft im November 1918 verstaatlicht. 1991, nach dem Ende des Kommunismus in Russland, wurde eine neue Versicherungsaktiengesellschaft Jakor" gegründet, die heute noch existiert.
Besonder-heiten:Deutschsprachiges Dokument, rückseitig Bedingungen.
Erhaltung:VF
Zuschlag:90,00 EUR
 Vorheriges LosZurückNächstes Los 

Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

Aus der Auktion:
AG der Kreuznacher Soolbäder
AG der Kreuznacher Soolbäder
Mehr zur Aktie
Mehr zur Auktion
Katalog bestellen

Auktionstermine
7. Januar 2021:
33. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
20. Februar 2021:
119. Auktion Freunde Historischer Wertpapiere
1. April 2021:
34. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
29. Mai 2021:
XL. Auktion Hanseatisches Sammlerkontor
1. Juli 2021:
35. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH

Letzte Meldungen:
25. Februar 2020:
XXXIX. HSK Auktion - Ergebnisse jetzt online!
18. Februar 2020:
XXXIX. HSK-Auktion // Online Gebote nur noch möglich bis 21. Februar 2020 - 23:59 Uhr!
9. Januar 2020:
XXXIX. HSK-Auktion mit 1566 Losen jetzt online! Auktion am 22. Februar 2020 im Elysee Hamburg!
25. Februar 2019:
XXXVIII. HSK Auktion - Ergebnisse jetzt online! Nachverkauf bis 30. März 2019!
19. Februar 2019:
XXXVIII. HSK-Auktion // Online Gebote nur noch möglich bis 22. Februar 2019 - 23:59 Uhr!

© 2020 Hanseatisches Sammlerkontor für Historische Wertpapiere - All rights reserved - Kontakt | Datenschutz - T: +49 (0)5331 / 9755 33 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@historische-wertpapiere.de