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Losnr.:1244 (Deutschland bis 1945)
Titel:Gustav Genschow & Co. AG
Auflistung:Aktie 1.000 Mark 12.4.1913 (Auflage 500, R 6).
Ausruf:80,00 EUR
Ausgabe-
datum:
12.04.1913
Ausgabe-
ort:
Berlin
Abbildung:Gustav Genschow & Co. AG
Stücknr.:1891
Info:1887 in Berlin Gründung einer Waffengroßhandlung mit Ex- und Importgeschäft durch den aus Stralsund stammenden Gustav Genschow. Er erwarb dazu 1899 die Badische Schrot- und Gewehrpropfenfabrik Durlach und 1903 die Durlacher Zündhütchen- und Patronenfabrik GmbH. Die drei Firmen wurden 1907 in dieser neu gegründeten AG zusammengefaßt. Auf dem Gebiet der Jagd- und Sportmunition wurde Genschow nach Übernahme des Munitionsgeschäftes von Köln-Rottweil der größte Konkurrent der Rheinisch-Westfälische Sprengstoff AG in Köln (Gruppe Dynamit-Nobel / I.G.Farben). Einen sonst unausweichlichen Kampf vermied man durch Abschluß eines I.G.-Vertrages 1927, der 1931 auf die Dynamit-AG vorm. A. Nobel & Co. in Hamburg überging. Ab 1938 konnten die in Berlin und Hamburg börsennotierten Genschow-Aktien 5:2 in I.G.-Farben-Aktien umgetauscht werden. Das gesamte Vermögen wurde wegen Zugehörigkeit zum I.G.-Farben-Konzern durch alliiertes Kontrollratsgesetz Nr. 9 vom 30.11.1945 beschlagnahmt. 1951 kamen die Munitions- und Schrotfabrik Karlsruhe-Durlach und die Lederwarenfabrik Altstadt-Hachenburg wieder in Gang, 1953 Entlassung aus der alliierten Kontrolle und Auflösung des I.G.-Vertrages mit der Dynamit-AG vorm. Alfred Nobel & Co. in Troisdorf, die aber mit zuletzt 94 % Hauptaktionär blieb. 1960 Umwandlung in eine GmbH, 1963 gingen die Genschow-Werksanlagen auf die Dynamit Nobel AG über. 1966/67 Zusammenführung der Marken GECO, Rottweil und RWS, 1972 Verlegung der Firma von Karlsruhe-Durlach nach Fürth/Stadeln. 2002 Übernahme durch den Schweizer Technologiekonzern RUAG und Weiterführung als RUAG Ammotec GmbH. An deren Standorten Fürth und Sirok (Ungarn) wird GECO-Munition bis heute hergestellt.
Besonder-heiten:Lochentwertet (RB).
Verfügbar:Die 1913er Ausgabe dieser bedeutenden Munitionsfabrik war bis dahin gänzlich unbekannt! (R 6)
Erhaltung:VF.
Zuschlag:80,00 EUR
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Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

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