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Losnr.:713 (Hamburg)
Titel:Norddeutsche Schiffahrts-AG
Auflistung:Aktie 1.000 DM Jan. 1958 (Muster, R 10).
Ausruf:100,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.01.1958
Ausgabe-
ort:
Hamburg
Abbildung:Norddeutsche Schiffahrts-AG
Stücknr.:123456
Info:Gründung 1883 als "Dampfschleppschiffahrts-Gesellschaft vereinigter Schiffer" mit zwei Raddampfern zum Schleppen von Kähnen. Umbenannt 1894 in "Dampfschleppschiffahrts-Gesellschaft vereinigter Elbe- und Saale-Schiffer", 1903 dann in “Vereinigte Elbschiffahrts-Gesellschaften AG” anläßlich der Fusion mit der 1869 gegründeten "Kette" Deutsche Elbeschiffahrts-Gesellschaft AG in Dresden. Für je 1.500 Mark nom. Kette-Aktien wurden 1.000 Mark Aktien der neuen Firma gewährt. Dabei kam man auch in den Besitz der Schiffswerft der “Kette” in Uebigau (1905 an die “Dresdner Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau AG” verpachtet), andererseits unterhielt man selbst in Magdeburg eine Schiffswerft, deren Verpächter die Stadt war. Außerdem wurden 1903/04 per Umtauschangebot mit Hilfe der Deutschen und Dresdner Bank über 95 % der Aktien der "Oesterreichische Nordwest-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" erworben, deren Betrieb die Dresdner fortan ebenfalls führten. Für das Schlepp- und Frachtgeschäft auf der Elbe und Moldau von Hamburg bis Prag standen nun 51 Schleppdampfer, 19 Eilfracht-, 33 Ketten- und 30 Schraubendampfer, 352 Elbeschiffe, 22 schwimmende Kräne und 164 Schuten zur Verfügung, beschäftigt waren fast 3.000 Leute. Zwecks Zusammenschluß sämtlicher Schiffahrtsgesellschaften auf der Elbe wurden 1907 die gesamten Betriebsmittel der “Privatschiffer-Transport-Genossenschaft eGmbH” in Aken a.E., der “Elbe-Dampfschiffahrts-AG” in Hamburg und der “Deutsch-Oesterreichische Dampfschiffahrts-AG” in Dresden gepachtet. Als Folge von Versailles mussten 1921 sämtliche Betriebsmittel der Oesterr. Nordwest-Dampfschiffahrts-Ges. an die Regierung der Tschechoslowakei abgeliefert werden. 1924 Interessengemeinschaft mit der “Neue Deutsch-Böhmische Elbeschiffahrts-AG” in Dresden. 1926 wurde der IG-Partner gewechselt und die “Neue Norddeutsche Flußdampfschiffahrts-Ges.” im Hamburg mit ins Boot genommen; 1929 verschmolzen beide Unternehmen zur “Neue Norddeutsche und Vereinigte Elbeschiffahrt AG” mit Sitz in Hamburg. Ab 1937 erneute Interessengemeinschaft mit der “Neue Deutsch-Böhmische Elbeschiffahrts-AG” in Dresden. Beteiligungen an der "Schlesische Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd AG" (14 %) und der "Elblagerhaus AG" in Magdeburg (94 %). Börsennotiz in Berlin, Dresden, und Hamburg, Mehrheitsaktionär war in den 40er Jahren die zum Unilever-Konzern gehörende Margarine-Verkaufs-Union GmbH in Berlin. Nach der Kapitulation kassierten die tschechische Regierung und die Sowjets den größten Teil der Schiffe, nur 97 Fahrzeuge in der britischen Zone blieben schließlich erhalten. Die Niederlassung Magdeburg wurde schon 1946 von der Provinzialverwaltung enteignet, die Niederlassungen Dresden und Berlin dann 1948. Letztmalig umbenannt 1951 in “Norddeutsche Schiffahrts-AG”, 1965 in eine GmbH umgewandelt.
Verfügbar:Abheftlochung. (R 10)
Erhaltung:EF.
Zuschlag:100,00 EUR
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Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

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