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Losnr.:1123 (Deutschland bis 1945)
Titel:Vereinigte Dampfziegeleien und Industrie AG
Auflistung:Aktie Lit. A 1.000 Mark 2.6.1904 (Auflage 600, R 10).
Ausruf:350,00 EUR
Ausgabe-
datum:
02.06.1904
Ausgabe-
ort:
Berlin
Abbildung:Vereinigte Dampfziegeleien und Industrie AG
Stücknr.:1066
Info:Gründung 1889 als "Vereinigte Halbe'r Dampfziegeleien AG" zur Übernahme und Fortführung einer großen Ziegelei in Halbe (im Herzen des heutigen Landkreises Dahme-Spreewald) direkt an der Berlin-Görlitzer Bahn, 1 Fahrstunde von Berlin entfernt. 1900 umbenannt wie oben. 1903 zusätzlich Erwerb der "AG Meissener Thonwaren- und Kunststeinfabriken", die feuer- und säurefeste Produkte, Steinzeugwaren und Fussbodenplatten herstellte. Ebenfalls ab 1903 in Berlin börsennotiert, was 1904 und 1905 gleich zu zwei Kapitalerhöhungen genutzt wurde. Dann investierte die Ges. massiv in Werkserweiterungen und experimentierte in Meissen mit neuartigen Wandplatten, aber in einen rückläufigen Markt hinein, was sich bitter rächte: Rückläufige Preise wegen der gedrückten Lage am Berliner Baumarkt und ein totaler Fehlschlag bei den Neuentwicklungen führten zu herben Verlusten und machten 1909, 1911 und 1913 Sanierungen erforderlich. Doch es war zu spät: 1913 lehnten die Anleihegläubiger erneute Sanierungsbeschlüsse der Aktionäre ab, 1914 Liquidationsbeschluss, nachdem zuvor ein Konkursverfahren mangels Masse gar nicht erst eröffnet worden war. Das Werk in Halbe erwarb 1914 für ‘nen Appel und ‘nen Ei in der Zwangsversteigerung die Nationalbank für Deutschland als einer der Hauptgläubiger und reichte es sogleich an einen Dr. Kanter weiter. Das Meissner Werk ging in der Zwangsversteigerung 1919 an die Fa. M. Oskar Arnold in Neustadt bei Coburg.
Besonder-heiten:Hochformat, schöner Druck der Reichsdruckerei mit Umrahmung aus Blumen und Weinreben. Lochentwertet (RB).
Verfügbar:Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. (R 10)
Erhaltung:Fachgerecht restauriert. VF.
Zuschlag:350,00 EUR
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Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

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