AKTUELLES | AUKTIONEN | SERVICE | ÜBER UNS 

 AUKTIONEN

  Informationen

  Vorwort

  Erläuterungen

  Auktionsbedingungen

  Einlieferungsvertrag

  Newsletter


  AKTUELLE AUKTION

  Nachverkauf und
  Ergebnisliste


  Katalog zum Blättern


  KUNDENBEREICH

  Anmelden

  Kostenlos registrieren


  FRÜHERE AUKTIONEN

  HSK-Auktion XXXVII

  HSK-Auktion XXXVI

  HSK-Auktion XXXV

  HSK-Auktion XXXIV

  HSK-Auktion XXXIII

  HSK-Auktion XXXII

  HSK-Auktion XXXI

  HSK-Auktion XXX

  HSK-Auktion XXIX

  HSK-Auktion XXVIII

  HSK-Auktion XXVII

  HSK-Auktion XXVI

  HSK-Auktion XXV

  HSK-Auktion XXIV

  HSK-Auktion XXIII

  HSK-Auktion XXII

  HSK-Auktion XXI

  HSK-Auktion XX

  HSK-Auktion XIX

  HSK-Auktion XVIII

  HSK-Auktion XVII

  HSK-Auktion XVI

Los Details  

Hier finden Sie die Details zu diesem Los.
Weitere Optionen haben Sie, wenn Sie angemeldet sind.




 Vorheriges LosZurückNächstes Los 
Losnr.:1069 (Deutschland bis 1945)
Titel:Richard Oswald Film AG
Auflistung:Aktie 10.000 Mark 23.6.1923 (Auflage 6050, R 10).
Ausruf:240,00 EUR
Ausgabe-
datum:
23.06.1923
Ausgabe-
ort:
Berlin
Abbildung:Richard Oswald Film AG
Stücknr.:16426
Info:Vor allem als “Skandalfilmer” ging Richard Oswald in die Filmgeschichte ein. Er rührte an Tabus und beschäftigte sich als erster mit Themen der Psychoanalyse und Sexualaufklärung. Richard Oswald wird am 5.11.1880 in Wien als Richard W. Ornstein geboren. Ab 1896 besucht er das Theater-Seminar, tingelt als Schauspieler und Bühnenarbeiter durch Wander- und Provinzbühnen in Österreich-Ungarn. 1907 geht er an das berühmte Wiener Raimund-Theater, dann an das Theater in der Josefstadt, wo er erstmals als Dramaturg und Regisseur arbeitet. Nach antisemitischen Angriffen wechselt er 1910 an das Düsseldorfer Schauspielhaus und kommt dort in Kontakt mit Ludwig Gottschalk, der als Direktor der Düsseldorfer Film-Manufaktur erfolgreich Filme verleiht und produziert. Gottschalk lässt Oswald 1911 in zwei Filmen auftreten. 1913 zieht Oswald mit seiner Frau, der Schauspielerin Käthe Waldeck, nach Berlin und nimmt ein Engagement am Neuen Volkstheater an. 1914 geht er als Dramaturg zur Deutsche Vitascope GmbH der Brüder Max und Jules Greenbaum. Seine Adaption von Oswald Conan Doyles Kriminalroman “Der Hund von Baskerville” wird ein sensationeller Erfolg. 1916 gründet er die Richard Oswald-Film-GmbH und engagiert als Kameramann Max Faßbender, für die Dekoration den Kunstmaler und späteren Regisseur Manfred Noa. Ende 1916 entsteht mit Unterstützung der “Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten” der erste jener Filme, die Oswalds Nachruhm in der Filmgeschichte geprägt haben: “Es werde Licht!” thematisiert Geschlechtskrankheiten und bricht damit ein gesellschaftliches Tabu. “Anders als die Anderen”, die erste filmische Auseinandersetzung mit der damals noch als Straftat geltenden Homosexualität, wird 1921 von der Zensur verboten. Mit der Wiedereröffnung des ehemaligen Prinzeß-Theaters in der Kantstr. 163 als “Richard-Oswald-Lichspiele” mit 800 Plätzen steigt Oswald 1919 auch in das Kinogeschäft ein. Im gleichen Jahr fusioniert er die Richard Oswald-Film-GmbH mit der Rheinischen Lichtbild AG zum Bioscop-Konzern. Die Verbindung hält nicht lange. 1921 wandelt Oswald sein Unternehmen in eine AG um und verkündet dies zusammen mit seinem Programm im Hotel Adlon. An seiner Seite steht als Vorstandsmitglied der Verlegersohn Heinz Ullstein. Ab 1923 floppen hochfliegende Filmprojekte, die Ära des Stummfilms geht zu Ende, neue Konflikte mit der Zensur tun ein übriges: 1926 verweigert die Generalversammlung Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung, im gleichen Jahr geht die AG in Konkurs. Oswald macht weiter: 1930 hat sein erster Tonfilm Premiere: “Wien, du Stadt der Lieder”, ein überragender Publikumserfolg. In den 1930er Jahren produziert er Tonfilm-Operetten ebenso wie umstrittene politische Filme, u.a. “Dreyfus” (1930) und eine Adaption von Carl Zuckmayers “Der Hauptmann von Köpenick” (1931). Die Premiere von “Ein Lied geht um die Welt” beklatscht sogar der gerade ernannte Propagandaminister Joseph Goebbels, der Film wird 1933 der große Kino-Erfolg des Jahres. Aber ebenso wie sein Hauptdarsteller ist Oswald ein Jude und muß Deutschland verlassen, geht nach Zwischenstationen in Holland und Frankreich 1938 in die USA. Sein letzter Film ist 1948/49 “The Lovable Cheat” mit Buster Keaton und Curt Bois. Anfang der 1950er Jahre unternimmt er mit der Richard Oswald TV Productions einen letzten Versuch mit einer auf 100 Folgen angelegten Fernsehserie. Doch schon nach Fertigstellung der Pilot-Show ist Schluß. 1962 besucht Oswald seine Verwandten in Düsseldorf, fährt weiter nach Rom, um seinen Sohn Gerd bei Dreharbeiten zu besuchen. Dort erkrankt er schwer, seine Frau Käte bringt ihn nach Düsseldorf zurück, wo er 1963 enttäuscht und weitgehend vergessen stirbt.
Besonder-heiten:Ungewöhnlich und auf einer Aktie einmalig: Die üblichen faksimilierten Unterschriften von Aufsichtsrat und Vorstand flankieren etwas vom Aktienrecht gar nicht Vorgesehenes: Das Faksimile von Richard Oswald als “Der Generaldirektor”. Lochentwertet (RB).
Verfügbar:Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. (R 10)
Erhaltung:Fachgerecht restauriert. VF.
Zuschlag:270,00 EUR
 Vorheriges LosZurückNächstes Los 

Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

Aus der Auktion:
Ejendomsselbskabet Taarnby Villaby AS
Ejendomsselbskabet Taarnby Villaby AS
Mehr zur Aktie
Mehr zur Auktion
Katalog bestellen

Auktionstermine
7. November 2019:
28. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
9. Januar 2020:
29. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
22. Februar 2020:
XXXIX. Auktion Hanseatisches Sammlerkontor
2. April 2020:
30. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
30. Mai 2020:
117. Auktion Freunde Historischer Wertpapiere

Letzte Meldungen:
25. Februar 2019:
XXXVIII. HSK Auktion - Ergebnisse jetzt online! Nachverkauf bis 30. März 2019!
19. Februar 2019:
XXXVIII. HSK-Auktion // Online Gebote nur noch möglich bis 22. Februar 2019 - 23:59 Uhr!
10. Januar 2019:
Unsere XXXVIII. HSK-Auktion ist jetzt online! Große Auktion am 23.2.2019 im Hotel Steigenberger im Zentrum Hamburgs!
26. Februar 2018:
XXXVII. HSK Auktion - Ergebnisse jetzt online!
20. Februar 2018:
XXXVII. HSK-Auktion // Online Gebote nur noch möglich bis 23. Februar 2018 - 23:59 Uhr!

© 2019 Hanseatisches Sammlerkontor für Historische Wertpapiere - All rights reserved - Kontakt | Datenschutz - T: +49 (0)5331 / 9755 33 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@historische-wertpapiere.de