
 | Los Details |
|
|
Hier finden Sie die Details zu diesem Los. Weitere Optionen haben Sie, wenn Sie angemeldet sind.

| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 330 (Europa/Asien/Afrika/Australien) | | Titel: | Monte non Vacabile de Paschi della Città, e Stato di Siena per S.A.R. | | Auflistung: | 2,67 % Obl. 100 Scudi pro Luogho 11.5.1752 (R 11). | | Ausruf: | 1.200,00 EUR | Ausgabe- datum: | 11.05.1752 | Ausgabe- ort: | Siena | | Abbildung: |  | | Info: | Die Wurzeln der heutigen Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) datieren am 4. März 1472 als die Gemeinde Siena auf Beschluss des Generalrats einen Monte di Pietà gründete, dessen Hauptzweck darin bestand, mit zinsgünstigen Darlehen den Bedürfnissen der weniger wohlhabenden Bevölkerungsschichten entgegenzukommen. Nachdem die Einrichtung 1574 die Genehmigung erhalten hatte, Viehzüchtern in der Maremma Geld zu leihen, wurde sie 1619 zu einer echten Bank. Am 2.11.1624 wurde auf Initiative des Großherzogs der Toskana Ferdinand II. der "Monte non vacabile de' Paschi della Città e Stato di Siena" gesetzlich gegründet ("unveräußerlich", weil die Einleger ihr Kapital nicht nach Belieben abheben konnten). Die vom Großherzog als Darlehen gewährten Fondserträge mussten in viele Teile, sogenannte "luoghi di monte", aufgeteilt werden und entsprachen den heutigen Anleihen, die zum Preis von jeweils 100 Scudi veräußerbar waren, auf den Namen lauteten und dem Käufer jährlich 5 Scudi einbrachten. Im Jahr 1783 wurden die Verwaltungen des Monte Pio und des Monte dei Paschi unter dem Namen "Monti Riuniti" zusammengelegt. Mit der Gründung des Königreichs Italien 1861 galt die Banca MPS als eines der Fundamente zur Finanzierung der Staatsausgaben und gab erstmals Bodenkredite aus (credito fondiario). Im Jahr 1872 wurde der Name Monte dei Paschi angenommen, und 1936, nachdem die Bank zum Kreditinstitut öffentlichen Rechts erklärt worden war, erließ die Monte dei Paschi eine Satzung, die bis August 1995 in Kraft blieb, als das Bankunternehmen in die Banca Monte dei Paschi di Siena, eine Aktiengesellschaft, überführt wurde. 1999 ging die Bank an die Mailänder Börse. | | Besonder-heiten: | Der Begriff "non vacabile" bezeichnete eine nicht kündbare, dauerhaft angelegte Schuldverschreibung, deren Kapital nicht durch Los oder Tilgung entzogen wurde, sondern auf Dauer verzinst blieb. Das Dokument bestätigt den Kauf eines "Viertel Anteils" (un Quarto di Luogo) an dem besagten Monte. Der Preis für einen vollen Anteil (Luogo) betrug 100 Scudi. Die Anleihe weist eine jährliche Zahlung von 2 Scudi und zwei Dritteln (ca. 2,67 %) pro vollem Anteil aus, zahlbar in halbjährlichen Raten. Der Zinssatz entspricht der im 18. Jahrhundert üblichen, eher konservativen Verzinsung sicherer öffentlicher Schuldinstrumente. Druck auf Tierhaut mit handschriftlichen Ergänzungen, , intaktes papiergedecktes Siegel und Originalunterschriften. Drei Vignetten: Links das Wappen des Heiligen Römischen Reiches (Doppeladler mit Herzschild), das die Oberherrschaft der Habsburger bzw. des Hauses Habsburg-Lothringen über das Großherzogtum Toskana zur Zeit der Ausstellung (unter Franz Stephan von Lothringen) symbolisiert. Die religiöse Figur auf den drei Bergen ("Monti") ist die Allegorie der christlichen Nächstenliebe oder die Darstellung der Jungfrau Maria, oft verbunden mit dem Namen der Bank (Monte = Berg, ursprünglich im Sinne eines aufgehäuften Geldberges für wohltätige Zwecke). Rechts das Stadtwappen von Siena. | | Verfügbar: | Eines der frühesten auf dem Sammlermarkt bekannten Wertpapiere der ältesten noch existierenden Bank der Welt, finanzhistorisch eine bedeutende Rarität. (R 11) | | Erhaltung: | VF | | Zuschlag: | offen |
| | Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los |
Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen. |
|