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Losnr.:1123 (Deutschland bis 1945)
Titel:Neue Theater-AG
Auflistung:Prioritäts-Actie über 150 Mark vom März 1883. Auflage ursprünglich 286 Stück, davon die meisten eingezogen und am Ende nur noch 26 Stück im Umlauf, (R 12). Mit Originalunterschriften Geh. Justizrat Dr. C. Hamburger, Justizrat Dr. J. Siebert). Das Top-Stück der Auktion: Von der Prioritäts-Actie ist seit Jahrzehnten nur dieses eine einzige Exemplar bekannt!
Ausruf:5.000,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.03.1883
Ausgabe-
ort:
Frankfurt a/M.
Abbildung:Neue Theater-AG
Stücknr.:217
Info:Ein offenkundiger Mangel an ausreichend großen kulturellen Einrichtungen war der Grund, warum der damalige Oberbürgermeister Dr. Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein den Stadtverordneten einen Plan zum Bau eines neuen Theaters vorlegte. Neben dem für die damalige Zeit völlig üblichen Einsatz von Privatkapital interessierter Bürger in eine zum Zwecke des Theater-Baus zu errichtenden AG zahlte die Stadt Frankfurt auch Subventionen. Zunächst wurden 1877 Stück 974 Stamm-Actien à 250 Mark ausgegeben (von denen seit Jahren nur 6 Stück im Markt bekannt sind). 1873-80 nach Plänen des Berliner Architekten Lucae erbaut, mit Skulpturen von Rumpf und Kaupert sowie Wandgemälden nach Steinles Entwürfen. Am 20.10.1880 fand der Festakt zur Eröffnung und Einweihung der "Oper" statt. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Zwar gab es nur 2.000 Karten, aber zu sehen bekam jeder etwas: Kaiser Wilhelm I. kam, ebenso Kronprinz Friedrich und die Kronprinzessin. Als Eröffnungsvorstellung wurde Mozarts "Don Juan" gegeben. Der Kaiser äußerte begeistert: "So etwas können sich nur die Frankfurter leisten." Oberbürgermeister Miquel hörte diese Worte mit eher gemischten Gefühlen: Insgesamt sieben Jahre hatte der Bau gedauert und der Kostenvoranschlag war ganz erheblich überzogen worden. Das übrigens war auch der Grund, warum 1883 das Kapital durch Ausgabe von Prioritäts-Actien erhöht werden mußte. Dividende sahen die Aktionäre niemals, aber dafür waren sie bei der Vergabe von Logenplätzen und Theaterkarten bevorzugt. Ursprünglich waren der Gesellschaft bis zu ihrer satzungsgemäßen Auflösung 1917 städtische Subventionen von 200.000 Mark p.a. zugesagt. Der Vertrag mit der Stadt wurde kurz zuvor noch einmal um 10 Jahre verlängert und die Subventionen stiegen auf 500.000 Mark. Der an sich für 1927 geplanten Auflösung kam die Inflationszeit zuvor, in der die Neue Theater-AG als Aktiengesellschaft unterging. In der Bombennacht am 23.3.1944 wurde die "Alte Oper" fast völlig zerstört, sie brannte bis auf die Grundmauern und Teile der Dachkonstruktion völlig aus. Wenige Jahre nach dem Krieg wurde eine Spendeninitiative ins Leben gerufen. "Rettet das Opernhaus" hieß die Devise. Und in der Tat: Schon 1952 konnten mit dem Geld erste Maßnahmen ergriffen werden, um die bauliche Sicherheit herzustellen, so daß auf einen Komplettabriss verzichtet werden konnte. Stolz sprach man von Deutschlands schönster Ruine. Mehr war zunächst nicht drin. Erst 12 Jahre später erhielt die "Aktionsgemeinschaft Opernhaus Frankfurt am Main e.V." Gehör beim Stadtrat. Maßgeblichen dazu bei trug der IHK-Präsident Fritz Dietz, der Gründer und gleichzeitig auch 1. Vorsitzender des Vereins war. Ihn begleitete eine Woge öffentlicher Sympathie. Spenden, Verkäufe von Tombola-Losen und Galakonzerte (u.a. auch durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan) ermöglichten Einnahmen von 11,5 Millionen Mark. 1976 gab der Oberbürgermeister Rudi Arndt schließlich das offizielle Einverständnis zum Wiederaufbau der Oper. Nach Plänen des Architektenbüros Braun und Schlockermann erstand die Oper in alter Pracht: Die Hülle war historisch, der Kern völlig neu. Der Saal wurde nach modernsten Erkenntnissen der Akustik gestaltet. Durch die Ausdehnung des Großen Saales mit nunmehr 2.500 Plätzen erinnern heute nur noch das Foyer und das Vestibül an die ursprüngliche Raumausstattung. Die feierliche Wiedereröffnung fand am 28. August 1981 statt. Als Ehrengast war der damalige Bundespräsident Carl Carstens geladen, es spielte das Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester unter der Leitung von Michael Gielen die 8. Sinfonie von Gustav Mahler. Die Welt war für die Frankfurter Kulturszene wieder in Ordnung. Übrigens nicht die einzige Theater-AG in Deutschlands heutiger Börsenmetropole: Auch das Albert-Schumann-Theater (AG für Circus- und Theaterbau) und das Neue Theater an der Mainzer Landstraße (Theaterbau-Gesellschaft AG) nutzten diese Rechtsform.
Besonder-heiten:Die im Laufe der Zeit nicht sehr achtsam behandelte Aktie (Einrisse, Fehlstellen am oberen Rand) wurde mit viel Liebe und Sorgfalt restauriert. Extrem niedriger Ausruf.
Verfügbar:Randschäden fachgerecht restauriert. (R 12)
Erhaltung:VF
Zuschlag:offen
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Aus der Auktion:
Rhenania-Ossag Mineralölwerke AG
Rhenania-Ossag Mineralölwerke AG
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