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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 327 (Europa/Asien/Afrika/Australien) | | Titel: | Manufacture de Tabac de Pre. et Jn. Feuilherade et Comp. | | Auflistung: | Action 2.500 Francs 29. Frimaire an 9 (20.12.1800) (R 12). | | Ausruf: | 800,00 EUR | Ausgabe- datum: | 20.12.1800 | Ausgabe- ort: | Bordeaux | | Abbildung: |  | | Stücknr.: | 48 | | Info: | Die Gründung der Tabakmanufaktur erfolgte am 1. Floréal im Jahr 8 des Revolutionskalenders (20.4.1800). Die Familie Feuilherade war bereits ab An VIII (1799-1800) als Tabakfabrikanten in Bordeaux tätig, doch die formelle Gesellschaftsgründung datiert auf dieses Dokument, das die rechtliche Basis für die Emission von Aktien schuf. Das Kapital war eingeteilt in Aktien im Nominalwert von je 10.000 Francs, die in Viertelanteile (à 2.500 Francs) unterteilt waren. Die Wurzeln der Tabakverarbeitung in Frankreich reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als der Botaniker André Thévet 1556 Samen aus Brasilien einführte und der Tabak zunächst als Heilpflanze, später als Genussmittel populär wurde - eine Entwicklung, die unter Catherine de Médicis als "herbe de la Reine" gefördert wurde. Im 17. Jahrhundert expandierte die Kultivierung in Regionen wie dem Lot-et-Garonne, der Lorraine und der Normandie, doch Jean-Baptiste Colbert etablierte 1674 das staatliche Monopol auf Herstellung und Verkauf, das den Tabak zu einer lukrativen Steuerquelle machte und private Initiativen einschränkte. Nach der Revolution von 1789 und der vorübergehenden Liberalisierung unter Napoleon Bonaparte erlebte die Industrie eine Renaissance: Das Monopol wurde 1810 wiederhergestellt, doch private Manufakturen wie die von Feuilherade konnten in den Übergangsjahren florieren, indem sie lokale Produktion mit Importen aus den Kolonien verbanden. Die Feuilherade-Familie, eine etablierte Kaufmannsdynastie in Bordeaux, engagierte sich ab dem Ende des 18. Jahrhunderts im Tabakgeschäft; als "fabricant de tabac" aktiv von An VIII (1799-1800) bis 1828, nutzten sie die postrevolutionäre Konjunktur, um eine Manufaktur aufzubauen, die Tabakverarbeitung, -lagerung und -verteilung umfasste. Bordeaux, als Hafenstadt mit Verbindungen zu den Westindischen Inseln und Afrika, profitierte von Importen rohen Tabaks, der hier zu Zigarren, Schnupftabak und Pfeifentabak veredelt wurde. | | Besonder-heiten: | Druck auf Tierhaut, original signiert. | | Verfügbar: | Museal Rarität aus Sammlung Werner Deichmann. (R 12) | | Erhaltung: | VF+ | | Zuschlag: | offen |
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