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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 24 (Amerika) | | Titel: | Bank of the United States | | Auflistung: | Notarbestätigung des Notars Robert Henry Dunkin, wonach nach seiner Einsicht in die Bücher der Bank Chevalier de Segond Eigentümer von 1 share #1239 der Bank ist 28.5.1794 (R 12). | | Ausruf: | 1.500,00 EUR | Ausgabe- datum: | 28.05.1794 | Ausgabe- ort: | Philadelphia | | Abbildung: |  | | Stücknr.: | 1239 | | Info: | Nach den Revolutionskriegen gegen die vormaligen englischen Kolonialherren waren die jungen Vereinigten Staaten von Amerika finanziell ausgeblutet und hoch verschuldet. Es war die Aufgabe des ersten Finanzministers der USA im Kabinett von Präsident Washington, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen und das junge Staatswesen international kreditwürdig zu machen. Dieser Mann war Alexander Hamilton (1755-1804, sein Porträt ziert noch heute die 10-Dollar-Banknoten). Eine der drei Hauptmaßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, war 1791 die Gründung der (First) Bank of the United States. Eine weitere Maßnahme war die Errichtung einer zentralstaatlichen Münzstätte. Beide Maßnahmen stießen auf starke Opposition vor allem südstaatlicher Politiker, denen diese Stärkung der Zentralgewalt einer Bundesregierung völlig unerwünscht war. Dennoch setzte sich Hamilton durch, und mit der Genehmigung durch den Kongreß und die Unterschrift durch Präsident George Washington wurde die Errichtung der Bank of the United States am 25.2.1791 Gesetz. Die Bank wurde mit einem Kapital von 10 Mio. $ ausgestattet, wovon 2 Mio. $ die Regierung der Vereinigten Staaten zeichnete. Noch nicht einmal dieses Geld hatte die Regierung jedoch, weshalb der Plan Hamiltons vorsah, daß die Bank selbst der Regierung dieses Geld vorstreckte. Die Tilgung sollte in jährlichen Raten erfolgen. Bei Lichte besehen war dies eine absolute Luftnummer, die aber dennoch wirkte. Die restlichen 8 Mio. $ des Kapitals standen Privatinvestoren (auch Ausländern, die dann allerdings kein Stimmrecht besaßen) zur Zeichnung offen, und das war das eigentliche Ziel von Hamiltons Plan: Die Privatanleger hatten 25 % des Zeichnungspreises in Gold oder Silber zu entrichten (der Rest konnte in Anleihen, Wechseln o.ä. bezahlt werden). Diese 25 % in Edelmetall waren das einzig Handfeste, was die Bank zunächst in Händen hielt, und sie nutzte es konsequent als Sicherheit für von ihr ausgegebene Anleihen bis zur Höhe ihres Kapitals von 10 Mio. $. Während ihrer 20-jährigen Konzessionsdauer besaß die Bank ein Monopol: Keine andere „Federal Bank“ durfte zu dieser Zeit gegründet werden, allerdings waren die einzelnen Bundesstaaten frei, weitere nur innerhalb ihres Staatsgebietes operierende Banken zu chartern. Deshalb erwarb sich die Bank of the United States bald einen zentralbankähnlichen Status, insbesondere war sie die zentrale Stelle für die Deponierung von Regierungsgeldern. Dafür durfte der Finanzminister die Bücher der Bank jederzeit inspizieren sowie von ihr wöchentliche Berichte über ihre finanzielle Verfassung verlangen. Als Alexander Hamilton 1795 das Amt des Finanzministers verließ, schlug sein Nachfolger Oliver Wolcott jr. (gegen Hamiltons Widerstand) zur Deckung zusätzlichen Finanzbedarfs der Regierung vor, nicht die Steuern zu erhöhen, sondern die Anteile an der Bank of the United States zu verkaufen, was dann auch geschah. 1811 lief die Konzession der Bank aus und wurde nicht verlängert. Anschließend kaufte Stephen Girard die Aktienmehrheit der Bank of the United States sowie ihr heute unter Denkmalschutz stehendes, 1795 fertiggestelltes Bankgebäude 120 South Third Street in der Stadt Philadelphia (die bis 1800 Hauptstadt der USA war, ehe die Regierung nach Washington umzog). Indem Girard Alleineigentümer der neuen Bank war, umging er ein Gesetz des Staates Pennsylvania, das das Erfordernis einer Konzession lediglich für Bankgeschäfte vorsah, die von mehreren Personen oder einer Kapitalgesellschaft betrieben wurden. Späterer Nachfolger der Hamilton-Bank wurde die 1816 gegründete (Second) Bank of the United States. | | Besonder-heiten: | Das Dokument bestätigt, dass Le Chevalier de Segond in den Büchern der Bank der Eintrag über eine Aktie (One Share of Stock) gutgeschrieben ist, die ursprünglich durch eine entsprechende Urkunde mit der Nummer No. 1239 belegt ist. Chevalier de Segond (1758 - 1832), geboren in Beausset in der Provence, trat 1777 der amerikanischen Armee bei. Er wurde Captain in der Pulaski Legion 1778 und kämpfte bei Brandywine, German-town, Whitemarsch, kämpfte in Charleston 1780. Von 1785 bis 1788 war Segond in Holland, von 1788 bis 1790 in Russland. Nach kurzer Zeit in der französischen Armee 1791 bis 1793, ging er nach Österreich. Ende 1792 war er französischer Marechal de Camp. Ab März 1804 im Rang eines k.k. Generalmajors. 1811 quittierte er den Armee-Dienst. Druck auf Büttenpapier, mit papiergedecktem Prägesiegel. Rückseitig Bestätigungstext auf Niederländisch, beurkundet am 29.5.1794 durch einen niederländischen Residenten in Philadelphia. | | Verfügbar: | Zwei der Knickfalten am linken Rand minimal eingerissen und fast unmerklich hinterklebt. Die Aktie mit der #1239 wurde 2021 beim Auktionshaus Freeman's mit 16.000 US $ zugeschlagen. (R 12) | | Erhaltung: | VF+ | | Zuschlag: | offen |
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