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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 303 (Europa/Asien/Afrika/Australien) | | Titel: | Governor and Company of Undertakers for Raising the Thames Water in York-Buildings | | Auflistung: | Transfer Receipt 202 £ 10 s 14.10.1731 (R 10). | | Ausruf: | 440,00 EUR | Ausgabe- datum: | 14.10.1731 | Ausgabe- ort: | London | | Abbildung: |  | | Info: | Das Unternehmen wurde 1675 gegründet und 1690 mit einem Kapital von 4.800 £ (entspricht ca. 150.000 £ im Jahr 2026) eingetragen Ihr eigentlicher Zweck war die Wasserversorgung von Westminster in London; dazu betrieb sie ein Wasserwerk mit einer frühen Dampfmaschine (Savery-Maschine) auf dem Gelände des ehemaligen York House (nahe dem heutigen Strand). Bis 1719 war die Wasserversorgung das einzige Geschäftsfeld des Unternehmens. Es garantierte stetige, wenn auch bescheidene Einnahmen aus den Pachtzahlungen der mit Wasser versorgten Haushalte. Die Geschichte der Firma nahm jedoch 1719 eine dramatische Wendung, als sie von einer Gruppe von Spekulanten unter der Leitung von Case Billingsley übernommen wurde. Diese nutzten die Firma als Vehikel für riskante Finanzgeschäfte, ähnlich wie bei der berüchtigten Südseeblase (South Sea Bubble). Sie kauften mit dem Kapital der Aktionäre Ländereien in Schottland auf, die den Jakobiten nach dem Aufstand von 1715 enteignet worden waren ("Forfeited Estates"), wie es auch im Text der Urkunde erwähnt wird. Die Firma diversifizierte in den Bergbau, die Glasherstellung und die Holzgewinnung in den Highlands, war jedoch chronisch misswirtschaftet und überverschuldet. In den 1730er Jahren - also zur Zeit der Ausstellung dieses Dokuments - war das Unternehmen in endlose Rechtsstreitigkeiten und Skandale verwickelt. Die York Buildings Company wurde zu einem Paradebeispiel für die spekulativen Exzesse des frühen 18. Jahrhunderts und blieb über 100 Jahre lang in Liquidation, bevor sie im 19. Jahrhundert endgültig aufgelöst wurde. | | Besonder-heiten: | Ein Anteil am Grundkapital im Nennwert von £ 1.000. Ein faszinierendes Relikt einer der ersten großen Spekulationsblasen der Börsengeschichte. Robert Wilson kaufte hier im Grunde "Schrottaktien" in der Hoffnung auf eine Erholung, wobei er für einen 1.000-Pfund-Anteil nur etwa ein Fünftel des Preises zahlte. Dies liegt daran, dass die York Buildings Company zu diesem Zeitpunkt bereits in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten war und ihre Aktien weit unter Pari gehandelt wurden. Druck auf Büttenpapier mit Wasserzeichen, Originalsignaturen. | | Verfügbar: | Äußerst selten. (R 10) | | Erhaltung: | VF | | Zuschlag: | offen |
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