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 | Los Details |
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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 395 (Bremen/Niedersachsen) | | Titel: | Commandit-Ges. Neuhall Gebr. Niemeier & Comp. | | Auflistung: | Actie 6.000 Thaler 1.10.1866. Günderaktie (R 12). | | Ausruf: | 4.800,00 EUR | Ausgabe- datum: | 01.10.1866 | Ausgabe- ort: | Linden | | Abbildung: |  | | Stücknr.: | 17 | | Info: | Errichtet 1852 von den Brüdern Carl und Heinrich Niemeier (auch Niemeyer geschrieben) zum Betrieb der Saline in der Feldmark Davenstedt. Damals gehörte Davenstedt zum Industrieort Linden vor den Toren Hannovers. Sie lag in unmittelbarer Nachbarschaft zur bereits existierenden Saline Egestorffshall des berühmten Industriellen Georg Egestorff. Im September 1866 wurde das Königreich Hannover nach dem verlorenen Deutschen Krieg von Preußen annektiert und Linden wurde preußisch. Dies erklärt, warum Unternehmen zu diesem Zeitpunkt versuchten, ihre Rechtsform durch Umfirmierungen an die neuen (preußischen) Gegebenheiten anzupassen. Die Firma förderte gesättigte Sole aus der Tiefe und verarbeitete sie in Siedepfannen zu hochwertigem Kochsalz. In den 1860er Jahren stand Neuhall in harter Konkurrenz zu den großen Salinen in Lüneburg und den benachbarten Werken Egestorffs. Der Konkurrenzkampf endete im Jahr 1866, als Georg Egestorff in den Verwaltungsrat der Neuhall-Saline gewählt wurde. 1873 wurde sie von der "AG Georg Egestorff Salzwerke" vollständig übernommen. 1874 produzierte die Neuhall-Saline mit neun Siedepfannen beachtliche 500.000 Kilogramm Kochsalz pro Jahr. Der Betrieb der Neuhall wurde erst Mitte der 1960er Jahre endgültig eingestellt. In den Stadtteilen Badenstedt und Davenstedt erinnern heute noch Straßennamen wie die Neuhallstraße an das Unternehmen. Interessanterweise speisten die Abwässer der Saline Neuhall den kleinen Fluss Fösse. Dadurch kamen die Hannoveraner in den Genuss von Solebädern (das historische "Fössebad"). | | Besonder-heiten: | Prachtvoll illustriertes Papier mit einer der frühesten bildlichen Darstellungen der Saline Neuhall überhaupt, auf der das Betriebsgebäude und das Siedehaus zu sehen sind. In der floralen Zierumrandung wurden fünf ovale Fotografien mit Porträts der Gesellschafter auf Albuminpapier, die im Nasskolodiumverfahren hergestellt wurden, von Hand eingeklebt, darunter von Carl und Heinrich Niemeyer sowie von Georg Egestorff. Es trägt die eigenhändige Signatur von Georg Egestorff (1809-1868), der einer der bedeutendsten Unternehmer der frühen Industrialisierung im Königreich Hannover war. Der Nennwert beträgt enorme 6.000 Thaler, was nach heutiger Kaufkraft ca. 150.000 Euro entspricht. Auf der Rückseite ist der Kaufmann Johann Ludwig Egestorff eingetragen. | | Verfügbar: | Wirtschaftsgeschichtlich bedeutende Rarität von musealem Rang aus der Auflösung einer bedeutenden Uraltsammlung, bislang völlig unbekannt. (R 12) | | Erhaltung: | VF | | Zuschlag: | offen |
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