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 | Vorwort |
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Liebe Sammlerfreunde,
Qualität hat immer ihren Preis...
...dieses gilt auch für Historische Wertpapiere!
Wow! Was war das doch wieder für ein turbulentes Jahr 2011 und es ist nicht schwer zu prognostizieren, dass das bevorstehende Jahr 2012 ebenfalls sehr spannend und abwechslungsreich werden wird. Dieses gilt sicherlich weltweit und nicht nur für die Politik, die Wirtschaft und das Finanzwesen, sondern auch für unser gemeinsames Sammelgebiet, den wundervollen Historischen Wertpapieren.
Ich glaube, kein Wort wurde im Jahr 2011 häufiger gebraucht als „Krise“. Wir schlitterten von einer Krise in die nächste und keine kann heute als abgearbeitet betrachtet werden. Wer spricht heute noch über die Katastrophe in Fukishima. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum oder kurz Euro-Krise beherrschen spätestens seit Juli 2011 die Nachrichten und werden uns wohl auch noch in ferner Zukunft begleiten. Ein Ende der Finanzkrise ist noch lange nicht in Sicht, der Euro noch lange nicht gerettet und die Euro-Staaten noch lange nicht über den Berg. Die Gefahr auch in Deutschland in eine Rezession abzugleiten ist groß, der Ausgang aller Krisen offen.
Obwohl die Versorgung mit frischem Geld für die Staaten in 2011 sehr viel teurer geworden ist, ist immer noch sehr viel billiges Geld im Markt vorhanden. Dieses fliesst jedoch nicht mehr in Anleihen verschuldeter Staaten sondern nunmehr verstärkt in vermeidlich sichere Anlagen wie Edelmetalle, Rohstoffe oder Immobilien. Prioritäten haben sich geändert, Vermögenserhalt ist wichtiger als eine hohe aber unsichere Verzinsung. Auch Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien wurden 2011 vernachlässigt. Wohin wir 2012 steuern ist überhaupt nicht zu prognostizieren – was würde ich doch für einen Blick in die Kristallkugel geben (oder lieber doch nicht).
Gerade heute, dem 5.1.2012 an dem ich dieses Vorwort schreibe, spricht mich ein befreundeter Deutsch-Banker auf die am 20.3.2012 fällig werdende Griechenland-Anleihe (WKN: A0T6US) über 22 Mrd. Euro an und wir beide diskutieren, was wohl mit dieser Anleihe passieren wird. Der Kurs liegt aktuell bei 46% und er rechnet doch fest damit, dass diese Anleihe in 2 ½ Monaten mit 100% zurückbezahlt wird.
Das Blödsinnige ist, dass die Chancen auf eine Rückzahlung zu 100% sogar gut sind. Obwohl die Griechen faktisch staatspleite sind, dieses jedoch noch nicht verkündet haben, kann der EFSF doch gezwungen sein, allein um den Euro zu stabilisieren, diese Anleihe nicht „default“ gehen zu lassen. Gleichwohl mag ich an diesen Fall gar nicht glauben, würden dann doch alle Spekulanten zu Lasten aller Steuerzahler kräftig absahnen. Das darf nicht passieren, Ausgang jedoch offen.
Äusserst interessant ist auch das Jahr 2011 bei unseren Historischen Wertpapieren verlaufen. Die Mexiko-Spekulationen begleiteten uns das gesamte Jahr. Fünfstellige Beträge für mexikanische Goldbonds, die vor fünf Jahren keiner für nur fünfzig Euro kaufen wollte, waren keine Seltenheit. Wertpapiere aus einzelnen Ländern wie China, Indien oder Australien gingen 2011 preislich regelrecht durch die Decke. Die 100. FHW-Auktion der Freunde Historischer Wertpapiere verbuchte mit einer Zuschlagsumme von über 600.000 Euro eine absolute Rekordmarke und auch in unserem Sammelgebiet setzte eine gewisse Flucht in den Sachwert HWP ein.
Gleichwohl hatten aber alle Wertpapiere etwas gemeinsam – die Qualität (Seltenheit) der Papiere war unzweifelhaft. Zu deutlich steigenden Preisen wurden im Jahr 2011 zahlreiche Raritäten versteigert. Dieses galt sowohl für absolute Spitzenstücke wie eine Chaplin Studios mit Originalsignatur von Charles Chaplin (Zuschlag auf der 100. FHW-Auktion für 22.000,- Euro) als auch für seltene aber immer noch sehr preiswerte Reichsmark- oder DM-Wertpapiere.
Qualität hat nun einmal einen Preis! Ein Wertpapier, welches 1000-fach im Markt vorhanden ist, wird immer preiswert zu bekommen sein. Stücke, von denen aber nur wenige Papiere erhalten geblieben sind, werden auch zukünftig gute Preise erzielen.
Beim Hanseatischen Sammlerkontor haben alle Sammler die gleiche Chance, diese Raritäten zu erkennen. 90% der hier im Auktionskatalog angebotenen Lose sind Seltenheiten. Weiterhin werden die deutschen Wertpapierlose von uns mit einem Raritätenschlüssel (R1 bis R12) versehen, der Ihnen einen klaren Einblick über die uns bekannten Verfügbarkeiten gewährt. Schauen Sie sich diesen doch gleich einmal auf Seite 78 an, um anschließend im Katalog nach Unikaten und Seltenheiten zu stöbern. Es lohnt sich!
Mit freundlichen Sammlergrüßen!
Ihr
Michael Weingarten | | |
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